Jun 272011
 
Dave Dance mit Hut Dublin 2010

Liebe DMB-Fans, wegen Ferienzeit kommt der Atlantic City und New York-Caravan-Rückblick erst in 2 Wochen. Heute ein Blick auf DMBs “zahl-reiche Songs”, von denen sicherlich auch 1-2 auf den ersten Stops des Caravans gespielt wurden.  Dave hatte seine Songs, die er schrieb, anfangs einfach der Reihe nach nummeriert, meist folgte noch ein richtiger Titel, bei manchen Songs blieb die Nummer aber auch einfach stehen. So erklären sich die Titel von #34, #36, #40 und #41.  Später kamen dann noch die Songs #27 und #35 dazu, die allerdings nichts mehr mit der ursprünglichen Reihenfolge zu tun haben, sondern sozusagen einer “zweiten Staffel” entspringen.

Im einzelnen:

#34

Der letzte Song auf dem ersten Studioalbum, Under The Table And Dreaming von 1994, ist das Instrumentalstück #34. Es wurde bereits im Februar und März 1993 einige Male gespielt. Geschrieben wurde es für Miguel Valdez, einem verstorbenen Percussionisten, der am 30.September 1992 bei einem Akustik-Set mit DMB mitsspielte, als Carter wegen einer Verletzung kein Schlagzeug spielen konnte (siehe Kolumne Rare Trax Vol.3: Me and Julio down by the schoolyard).

Ursprünglich hatte der Song auch Text, die neunmal, die er bis Ende März 1993 gespielt wurde, sang Dave auch dazu, später auf dem Album erschien er dann instrumental.  Nach sage und schreibe 4491 Tagen Pause wurde er am 9. Juli 2005 wieder gespielt, instrumental danach noch 10 Mal in 2005. Erst am 2. Oktober 2007 in Hollywood erklang er nochmal live -an Daves Frau Jennifer Ashleys 34. Geburtstag- mit kurzem Text:

Still baby I love you
more than anything I love you
more than anything I love you

[DM- #34, 2.10.2007]

Hier die Audio-Aufnahme vom 17. März 1993 aus der Flood Zone in Virginia mit ursprünglichem Text:

Vielleicht überrascht uns ja der Caravan mit einer Neuauflage dieses schönen chilligen Songs…..

 

#36

Honey, Honey, come and dance with me…” Jeder, der schon einmal ein DMB-Konzert sah oder erlebte, kennt diese vom Publikum gesungenen Zeilen. Sie gehören zum -als Studioversion- unveröffentlichten Song #36. Zwar wurde er 1996 für das Album Crash mit Steve Lillywhite aufgenommen, schaffte aber nicht den Sprung auf das Album, was seinen Live-Erfolg in jenen Jahren nicht aufhielt.

#36 wurde bereits im April 1993 geschrieben – den Song schrieb Dave zu Ehren des wenige Tage zuvor erschossenen südafrikanischen 50-jährigen Freiheitskämpfers Chris Hani , der Generalsekretär der South African Communist Party (SACP) und zugleich hochrangiges Mitglied des African National Congresses (ANC)  war.

Dave textete:

“Hani, Hani come and live again
Hani, Hani is the wave again
Hani, Hani is death the way?
Ah, they got him, “got the monkey,” say,
Got me spinning back here”

 

Seit 09.Oktober 1994 hatte Dave dann aber den Text in die “Honey, Honey…” Zeilen geändert, da sie die Stimmung bei Konzerten besser träfen.

1999/2000 wurde der Song verändert, Carters Solo fiel weg, er wurde etwas langsamer und der Refrain änderte sich. Dies geschah auch im Zuge der Aufnahmen zum 2001er Album Everyday. Dennoch werden live oft noch einzelne Stücke von #36 eingebaut, wie “Honey, Honey” oder Boyds Melodie auf der Violine oder im Outro. Letztmalig wurde #36 am 10. September 2000 live gespielt, seither stets Everyday.

Hier #36 mit Carter solo vom 17. März 1995 in Chicago:

 

#40

Ursprünglich hiess dieser Song 40 Always, er debütierte im Frühjahr 1995 und wurde meist von Dave alleine gespielt. Das spannende an dem Song ist auch, dass er nach Mai 1995 wieder für gut 4 Jahre verschwand, 1999 aber nochmal 11 Mal gespielt wurde, danach noch je einmal in 2000, 2001 und 2008. Die Version vom 21. August 2008 ist auch auf dem aktuellen Warehouse 5 Vol. 10 Sampler enthalten! Insgesmt ist #40 das Lied, das öfter in Ansätzen gespielt wird oder angedeutet wird als es jemals komplett gespielt wurde – die Zwischen-Bilanz lautet hier 24:76……Dave improvisiert und variiert zudem ganz oft den Text, den er zu dieser Melodie singt.

 

Hier die Aufnahme von der bislang letzten vollständigen Performance von #40 vom August 2008 im SPAC in Saratoga Springs, NY:

 

 

#41
Ursprünglich hiess dieses Lied 41 Police und wurde 19 Mal zwischen April und September 1995 gespielt. Aus 41 Police wurde später #41, das auch auf dem zweiten Studio-Album, Crash, 1996 erschien.
41 Police, hier zu sehen vom 1. September 1995. Der Text ist noch deutlich anders als bei #41:

Seit 4. Oktober 1995 spielte DMB nur noch #41 live. Hier die zweite live gespielte Version von #41 im Dezember 1995, der Text war auch noch nicht der endgültige….. (Interessant:Stefan musste während des Songs sitzen, er hatte -heisst es- irgendwelche Beschwerden)

Dieses oft sehr geschätze, lange Stück ist eine Spielwiese für Gäste, die bei DMB auf der Bühne mitspielen. Die Reihe der Gitarristen, die sich auf der Bühne daran beteiligten ist lang. Natürlich Warren Haynes, aber auch schon zweimal John Mayer und  dreimal Tom Morello (Rage against the Machine) bei Auftritten in Europa im Mai 2007. Die längste Live Version eines DMB-Stückes ist die von #41 mit den Gästen Béla Fleck and the Flecktones vom 20. April 2002 in Ottawa in Kanada: 32:03 min:sek ! Erschienen ist diese Aufnahme auf der Encore CD der Doppel-CD “The Best of What’s Around Vol.1

 

#27 (Arms of a woman / Hope you’ll be by me then)

Dieser Song, der 27. aus einer neuen Reihe von Songs, die DMB  später schrieben, debütierte im Juli 2007 bei einem Dave + Tim  Konzert, fand im Monat drauf aber auch den Weg zu DMB. 2010 wurde das Stück nur noch zweimal gespielt, in Dublin und in Birmingham während der Europatournee.  Interessanterweise kündigte Dave es an mit “Arms of a woman” an. Dieser Untertitel tauchte aber später genauso wenig wieder auf.

Das Lied ist auch auf der CD Little Red Bird der Deluxe Version von Big Whiskey and The Groogrux King enthalten, wie auch auf der B-Seite der Vinyl-Single Funny The Way it is (siehe Kolumne Die GrooGrux Akademie).

Hier die Aufnahme von The Gorge 2008:

 

#35

Dieses Instrumentalstück ist -ähnlich wie #34 bei Under table And Dreaming- am Ende des Albums Big Whiskey and The GrooGrux King zu finden, allerdings als so genannter Hidden Track, der nicht angegeben ist. Das nicht ganz 1 Minute dauernde Stück kommt nach einer guten halben Minute Pause nach dem -bei der nur 13 Songs langen US-Version- letzten Stück You and Me. Dave und Carter spielen zu einem Solo vom versorbenen Saxophonisten LeRoi Moore. Live wurde es nie und wird es wohl nie gespielt werden.

 

********

Oh my head lay back on the seating
Been so tired throw away my surrounding
Like the sun and moon take for granted
Soon we move through the flood and we fade away
Lie about it
Cry about it
We’ll be ok
Lean upon me
I’ll lean upon you
We’ll be ok
Oh I lay myself at your feet laughing
Hope mine eye made of the soul choir
Lean upon me
I’ll lean upon you
We’ll be ok
[DMB – #34]

 

See y’all

– Klaus :-)

 

 

Epilog:

Sollte dieses Foto etwa mal das Cover der Mash-Up-Vinyl Single von  The Stone &  #41 werden ? ;-)

BrettiMatthews

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