Jan 112012
 

janeFür die meisten Fans ist es schon ein Ereignis, einmal die Dave Matthews Band live zu erleben. Die Krönung ist es dann, ein Autogramm, ein Carter-Stick oder vielleicht sogar die Setlist oder ein Plektron zu ergattern. Für Carson Krichbaum aus Reno sind das allerdings schon keine Maßstäbe mehr: Einen kleinen Einblick in die Welt eines wahren „Fanatics“ gewährt uns drei Events mit Carson. Hier seine Berichte:
Ehrung bei Jane Goodall
Am 24. September 2011 saß ich mit etwa 100 Leuten im El Capitan Theatre auf dem Hollywood Boulevard in Los Angeles. An diesem Abend zeichnete die Verhaltensforscherin Jane Goodall (bekannt durch den Film „Gorillas im Nebel“) Dave Matthews für seine Unterstützung ihrer Projekte aus. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit, das live mitzuerleben. Dabei ließ Jane auch ihr Publikum wissen, dass eine „Dave Matthews und Tim Reynolds“-Show zugleich ihr erstes Rockkonzert war.
Nach der Auszeichnung spielte Dave ein kurzes Set mit den drei Songs „Don’t Drink The Water“, „Oh“ und „Where Are You Going“. Das war das erste Mal, dass ich Dave solo erleben konnte, ohne das im Laufe des Abends ein anderes Bandmitglied aufgetreten ist — Wahrlich also eine Solo-Performance. Den Klang der Gitarre in dem Raum werde ich niemals vergessen, auch nicht, dass ich Daves Gesang und Gitarre direkt und nicht nur über Lautsprecher hören konnte. Aber schon alleine der Klang über die Lautsprecher war schon unglaublich.

Das wird wohl das einzige Mal gewesen sein, dass ich mit Dave in einem Raum erlebte, der so still war, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören konnte. Es war schon eine tolle Sache, das Gespräch von Dave und Jane so hautnah miterleben zu dürfen, und ich war nur drei bis vier Meter entfernt!

Nach der Show wartete ich noch an der Bühne, um noch etwas näher an Dave heran zu kommen. Während Jane Goodall an der rechten Bühnenseite ein paar Autogramme gab, stand Dave an der anderen Seite. Nachdem er mich gesehen hatte, kam er auf mich zu und holte aus seiner Hosentasche ein orangefarbenes Plektron und reichte es mir runter. Er sagte nur „Hier, für Dich“ – mehr nicht, aber machte dabei ein Gesicht, das ich nur als „Dave-Face“ bezeichnen kann. Ich schüttelte ihm noch die Hand und bedankte mich, bevor er ging. Alles dauerte nur etwa zehn Sekunden, aber es war trotzdem genial.

Anmerk. d. Redaktion: Der Preisverleihung widmete everydayDMB.de eine extra Kolumne mit vielen Bildern und Videos.

Bridge School Gala 2011
Ein paar Wochen später (14. Oktober 2011) war die Bridge School Gala, ein jährliches Benefizkonzert für die gleichnamige Schule in San Francisco. Dave sollte dort ein Solo-Set spielen und es war auch gut möglich, dass Neil Young ein paar Songs spielen wird. Der Eintritt kostete 5.000 Dollar, also war meine einzige Chance, einfach hinzugehen und versuchen, irgendwie reinzukommen. Ich zog meine besten Klamotten an, ging zur Veranstaltung, öffnete die Türen und ging gleich in den Ballraum. Keiner stoppte mich oder sagte irgendwas – Glück gehabt!

bridge gala
Der Raum war ziemlich klein und vielleicht der eleganteste Ort, an dem ich jemals einen Auftritt gesehen habe. Als ich eintrat, spielte Neil gerade „Heart Of Gold“. Er spielte noch ein, zwei weitere Songs und kündigte dann Dave an, der dann mit einem Set von neun Songs übernahm. Die Highlights waren für mich Sweet (der Opener), Rye Whiskey und Don’t drink The Water. Die letzten beiden Songs – Oh Susanna und Gotta Travel On (Bob Dylan) spielte er dann gemeinsam mit Neil Young. Die beiden zusammen in so einem kleinen Raum spielen zu sehen wird mir wohl kein zweites Mal passieren – Eine Once-in-a-Lifetime-Chance.

The Bridge School Benefit
Nur eine Woche spatter war ich wieder dabei: Dieses Mal beim “The Bridge School Benefit” im Shoreline Amphitheater. Ein Wochenende (22. Und 23. Oktober 2011) voller Musik mit Musikern wie Dave, Neil, Beck, Eddie Vedder, Tony Bennett, Santana, die Foo Fighters, Mumford & Sons, Arcade Fire und noch ein paar anderen.
goldengateWeil ich für den ersten Abend kein Ticket hatte, wartete ich draußen, ob jemand noch eines übrig hat. So reckte ich also meinen Arm hoch, als eine Frau rauskam. Sie kam dann auf mich zu und steckte mir ein Ticket zu. Bevor ich fragen konnte, was sie dafür haben wollte, war sie auch wieder verschwunden. Als ich dann auf das Ticket sah, fielen mir fast die Augen raus: zwölfte Reihe, genau in der Mitte! Als ich es dann bis zum Platz geschafft hatte, sehe ich die Spenderin wieder neben einem Mann. Als sie und der Kerl rausgingen, kam ich mit einer ihrer Freundin ins Gespräch: „Also die Frau, die Dir das Ticket gab, heißt Livia Tortella und Co-Präsidentin von Warner Brothers Records und der Mann, der neben Dir sitzt, ist der Herausgeber vom Billboard Magazine.“ Als ich fragte, ob sie mich auf den Arm nehmen wollte, sagte sie nur lapidar: „Ich mache das selbe wie Livia, nur für Filme.“ Also schauten wir vier zusammen, wie ein paar der besten Musiker von der Welt spielten. Livia erzählte mir dann noch, dass die drei am Vorabend noch bei einem Barbeque in Neil Youngs Haus waren, bei dem unter anderem auch Dave, Beck und Eddie waren. Die hatten natürlich Backstage-Pässe. Livia brachte mir dann noch ein Getränk von da mit und wahrscheinlich haben Dave, Neil und die anderen Musiker auch das gleiche bekommen… Al so sich der Abend zu Ende neigte, drückte mir Livia noch einen Umschlag in die Hand, in dem ich vier Tickets für den nächsten Tag fand. Ich dankte ihr tausend Mal und konnte so auch am nächsten Tag meine Freunde Luke und Trevor mitnehmen. Das Konzert war auch großartig und am besten war der Moment, als Dave zusammen mit Carlos Santana auftrat. Marcus Mumford gastierte dann noch bei Dave and Tim, als sie „All Along The Watchtower“ und den letzten Song „Get Together“ spielten. Nach der Show ging ich ganz nach vorne an die Bühne. Es waren noch ein paar Roadies da und ein paar Security-Leute. Und noch ein paar Schüler der Bridge School. Und wer war der einzige Musiker, der noch ein paar Autogramme verteilte und sich mit den Kindern ablichten ließ? Dave:

dave-bridgeschoolweb

Anmerk. d. Redaktion: Auch hierzu hat unser Kolumnist bereits einen Hintergrundbericht geschrieben, den wir zur weiteren Lektüre empfehlen.

ggdm41

  One Response to “Drei Fan-tatistische Events”

  1. :)

Leave a Reply to sande raby Cancel reply

(erforderlich / required)

(erforderlich / required)

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>